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Bei diesem Projekt haben vier (ehemalige) Studierende der Universität Leipzig und acht Beschäftigte der Lebenshilfe Werkstatt gleichberechtigt in einem Forschungsteam zusammengearbeitet.

Das Forschungsteam hat alle wichtigen kulturellen Einrichtungen der Stadt Leipzig besucht und daraufhin untersucht, ob sie barrierefrei sind und ob die Mitarbeiter hilfsbereit und respektvoll mit Menschen mit geistiger Behinderung umgehen.

Wir waren zum Beispiel im Botanischen Garten und in der Thomaskirche.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in einem Kulturführer zusammengestellt. Insgesamt enthält er die Beschreibungen von 33 kulturellen Einrichtungen der Stadt Leipzig, geschrieben in "Leichter Sprache" und in großen Buchstaben.

Zu jeder Einrichtung findet man eine Kurzbeschreibung, Adresse, Telefonnummer, Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Hinweise, ob sie für Rollstuhlfahrer geeignet ist, ob es Erklärungen in Leichter Sprache gibt, ob die Mitarbeiter freundlich sind, ob es dort genug Sitzgelegenheiten gibt und vieles mehr. Auch gibt es immer eine genaue Wegbeschreibung mit Fotos.

Mit der Hilfe des Kulturführers kann auch ein Mensch mit geistiger Behinderung alleine ein Museum, eine Kirche oder eine andere kulturelle Einrichtung der Stadt Leipzig besuchen.

Wir hoffen, durch den Kulturführer auch andere Menschen mit geistiger Behinderung für Kultur begeistern und Einrichtungen der Behindertenhilfe für kulturelle Einrichtungen gewinnen zu können, damit die Freizeitgestaltung nicht auf einen regelmäßigen Zoobesuch beschränkt bleibt.

Der Kulturführer könnte beispielsweise von den Mitarbeitern der Wohnheime genutzt werden, um mit den Bewohnern Orientierungstraining in der Stadt zu machen: mit der Kultureinrichtung als Ziel.