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Der Betreuer einer unserer Freizeitgruppen führte im Frühjahr 2018 ein interessantes Projekt durch. In seiner Hausarbeit zum Thema Inklusion im Freizeitbereich wandte der Sonderpädagogikstudent eine spannende Methode an, Photovoice. Bei dieser Methode werden Bilder und kurze Erklärungen von bestimmten Situationen angefertigt. Die Teilnehmer der Freizeitgruppe halfen ihm dabei.

Auf folgende Fragen sollten Antworten gefunden werden. Was magst du an der Freizeitgruppe besonders? Welche Hindernisse musst du bewältigen, um das Freizeitangebot zu nutzen? Was müsste sich ändern, damit du das Freizeitangebot problemlos nutzen könntest? Um die Fragen mittels der Methode Photovoice zu beantworten, machte die Gruppe einen Ausflug ins Museum der Bildenden Künste und in den Leipziger Zoo. Obwohl es nicht ganz einfach war, die Aufgabe von den Teilnehmern selbstständig erledigen zu lassen, kam die Gruppe zu einem Ergebnis. Zwar wurde im Bereich Barrierefreiheit schon einiges getan, jedoch gibt es an einigen Stellen noch Nachholbedarf. Es werden noch nicht alle individuellen Einschränkungen ausreichend berücksichtigt. Ebenso stellte die Gruppe fest, dass es Hilfestellungen gibt, die dem einen nützlich, dem anderen hinderlich sein können.

Kurzum: Inklusion im Freizeitbereich ist gar nicht so einfach. Umso wichtiger ist es, dass sich auch die Wissenschaft mit dem Thema befasst.

 

Einige Beispiele aus der Hausarbeit:

Frage: „Was müsste sich ändern, damit du das Freizeitangebot problemlos nutzen könntest?“

Antwort: „Viele Sachen verstehe ich nicht. Viele Sachen kann ich nicht lesen. Zum Beispiel das hier. Was soll das heißen? Damit ich alles mitmachen könnte, müsste ich auch alles verstehen können und ich will ja auch kein Ärger bekommen.“

 

 

Frage: „Was magst du an der Freizeitgruppe besonders?“

Antwort: „In der Freizeitgruppe machen wir immer coole Sachen. Es gibt immer neue Sachen und das meiste habe ich noch nie vorher gesehen. So ein großen Dinosaurier gibt’s nur hier. Deswegen mag ich die Gruppe.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frage: „Welche Hindernisse musst du bewältigen, um das Freizeitangebot zu nutzen?“

Antwort: „Da muss immer jemand sein, der den Rollstuhl schiebt.“