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In dem Projekt „Wochenkalender“ entstand ein Kalender mit 52 Motiven der Offenen Kunstwerkstatt (OKW). Die acht Teilnehmer und Teilnehmerinnen unseres Förder- und Betreuungsbereiches mussten sich in den ersten Wochen mit ihren bisher gemalten oder gezeichneten Werken auseinandersetzen, eine Auswahl treffen und entscheiden, wie die Werke präsentiert werden. Den Teilnehmern stand die Künstlerin und Fotografin Paula Gehrmann helfend zur Seite, versuchte sich aber so weit wie möglich zurückzuhalten.

Mitte September 2017 war die Auswahl abgeschlossen, die Werke wurden abfotografiert und von der Grafikerin Simone Vollenweider ins Format gebracht. Sie stellte den Teilnehmern mehrere Layout-Vorschläge vor und gemeinsam mit den Teilnehmern wurde das endgültige Layout abgestimmt. Nachdem die Kalenderblätter in der Druckerei ThomasDruck gedruckt wurden, sortierten die Teilnehmer die Blätter für die Kalender – 250 Stapel. Präsentiert wurde der Kalender in einer Ausstellung vom 20.bis 22. Oktober im D21 Kunstraum. Ab da an war der Kalender an mehreren Verkaufsstellen erhältlich.

Ziel des Projektes war nicht nur, dass ein Kalender entsteht, sondern auch ein Überblick über das Gesamtwerk der Offenen Kunstwerkstatt. Der Kalender ist gleichzeitig ein Werkverzeichnis aller Teilnehmer der OKW. Doch dafür musste aus über 300 Werken eine Auswahl getroffen und auf 52 Motive eingegrenzt werden. Jeder der acht Teilnehmer hatte die Aufgabe, sechs bis sieben seiner Werke auszuwählen, die sein oder ihr Schaffen repräsentieren, die den individuellen Stil oder die Entwicklung dahin verdeutlichen.

Einige Teilnehmer taten sich schwer mit der geringen Anzahl und wollten am liebsten zwanzig oder mehr ihrer Bilder in den Kalender aufnehmen. Die künstlerische Leiterin Paula Gehrmann schaffte es aber, die Teilnehmer zu lenken und ihnen zu vermitteln, dass die nicht im Kalender erscheinenden Werke deshalb nicht weniger zeigenswert sind. Paula Gehrmann bezog die Gruppe auch in die Entscheidungsfindung bezüglich des Layouts und in den Druckprozess ein. So lernten die Teilnehmer, wie ihr gemaltes Bild in zumeist kleinerer Form in den Kalender kommt und bekamen Einblicke in die Bereiche Fotografie und Reproduktion. Sie lernten ebenfalls, dass zur Kunst nicht nur das Malen, Zeichnen oder Installieren bedeutet, sondern dass die Werke auch vermarktet und dem Betrachter zugänglich gemacht werden müssen.

Als Ergebnis des Projektes entstand ein moderner, schicker Wochenkalender, der durch seine raffinierte Clip-Halterung sowohl aufgehängt als auch aufgestellt werden kann. Von der ursprünglichen Idee, die Kalenderblätter binden zu lassen und in einer Aufbewahrungsbox anzubieten, musste abgewichen werden, da dies zu aufwändig geworden wäre und das Budget überzogen hätte.
Zudem wurde ein weiteres Ziel erreicht, denn wir wollten den Teilnehmern der Offenen Kunstwerkstatt eine Bühne bieten und ihre Arbeiten in der Öffentlichkeit bekannter machen. Mit dem Kalender hat die Kunstwerkstatt nun auch eine Art Werkverzeichnis und kann damit bei jeder Gelegenheit ihre Arbeit präsentieren.

Projektzeitraum: August 2017 - Januar 2018

 

Präsentation des Kalenders im Kunstraum D21

 

 Der Wochenkalender 2018 wurde gefördert von der