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Im September 2020 fand in unseren Wohnstätten "Haus Ehrenberg" und "Villa am Palmengarten" ein zweiwöchiger Kunst-Workshop statt. In der ersten Woche besuchten die Künstler Johanne Ritter und Paul Striegel unsere Wohnstätte „Haus Ehrenberg“, in der zweiten Woche die Wohnstätte „Villa am Palmengarten“. Beide Wochen begannen jeweils mit Spaziergängen durch die Umgebung.

Zu dem Spaziergang der Gruppe „Villa“ konnten sich auch weitere Personen anmelden, die künstlerisch tätig oder interessiert sind. Fünf Personen nahmen das Angebot trotz Regen an. Einige von Ihnen besuchten auch den anschließenden Workshop. Bei den über zwei Stunden dauernden Spaziergängen wurden vor allem Eindrücke und Anregungen gesammelt. Neben dem Besuch kleiner nahegelegener Galerien machte Workshop-Leiterin Johanne Ritter auch auf Streetart aufmerksam und erklärte die verschiedenen Mal- bzw. Sprühtechniken.

In den Workshops, die im Freien stattfanden, wurden jeweils zwei „Stationen“ angeboten. Die Teilnehmer wurden eingeladen, Möglichkeiten des Zeichnens und des Modellierens zu erkunden, zu erfahren und zu experimentieren. Die Teilnehmer konnten zirkulieren, auch mal Abstand nehmen, das Geschehen aus der Ferne beobachten, aber trotzdem Teil dessen sein. Zu Beginn stand die Frage, was die Teilnehmer machen möchten und womit, welche Interessen haben sie und welche Materialen kennen sie schon. An der Station Zeichnen gab es die Auswahl aus großen, mittleren und kleinen Papierformaten und -stärken, verschiedene Bleistifte, Graphit, Tintenstifte, Filz- und Farbstifte mit unterschiedlichen Eigenschaften. Ein sehr stürmischer Tag blieb in Erinnerung und wurde auch in den Arbeiten reflektiert. An diesem Tag wurden unterschiedliche Papierarten und -stärken besprochen und damit experimentiert, wie belastbar Papier ist und wann es kaputt geht. Einige Teilnehmer hatten Freude daran, zeichnerisch große Flächen zu erzeugen und zuvor gemalte Umrisse farbig auszumalen. Auch dabei lernten sie, dass sich Papier durch viel Farbe und Feuchtigkeit verändern kann.

Bei der Station Modellieren wurde hauptsächlich mit Ton gearbeitet. Einige Teilnehmer kannten das Material schon aus Töpferkursen. Interessant war, mit welcher Ausdauer und mit welchem Körpereinsatz die Teilnehmer damit arbeiteten. Den Teilnehmern wurden alle Freiheiten gelassen und die Künstler assistierten nur unterstützend. Thematisch wurden keine Vorgaben gemacht und so konnten die Teilnehmer frei experimentieren.

Die Teilnehmer konnten neue Perspektiven und Zugänge im Umgang mit künstlerischen Mitteln/Techniken für sich mitnehmen. Jeweils zum Abschluss Workshop-Wochen und während des Prozesses wurde immer wieder über die entstandenen Arbeiten gesprochen. Was ist dir besonders gut gelungen? Was hat am meisten Spaß gemacht? Womit bist du zufrieden? Welche Arbeiten findest du nicht so besonders? Würdest du das noch einmal anders probieren? Was fandest du schwierig? Möchtest du daran weiter arbeiten? Ab wann ist eine Arbeit fertig? Soll die Arbeit einen Titel haben? Aus diesen Fragen und Gesprächen orientiert sich die Auswahl der Arbeiten, die in dem abschließend angefertigten Kalender reproduziert und veröffentlicht wurden. Es sollen die von den Teilnehmern als beste, schönste oder interessanteste ausgezeichnete Auswahl sein. Die Wahl ausschließlich einer Arbeit fiel nicht immer leicht. Die modellierten Objekte wurden jeweils am letzten Tag vor Ort fotografisch dokumentiert und konnten dann von den Urhebern mitgenommen werden. Die Zeichnungen wurden nach der Reproduktion im Rahmen der Übergabe der gedruckten Kalender zurückgebracht. Die Teilnehmer – im Haus Ehrenberg waren es 10, in der Villa am Palmengarten 7 – haben in den zwei Wochen viel gelernt und waren sehr interessiert. Die Künstlerin Johanne Ritter und ihr Assistent Paul Striegel wollen auch in Zukunft die Gruppen hin und wieder besuchen und mit ihnen arbeiten.

 

Einige Eindrücke aus dem Workshop: