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Das "Haus Rosenweg" verfügt über drei Außenwohngruppen in unmittelbarer Nähe. In jeder Wohnung wohnen drei Bewohner, die sich zusammen eine 4-Raum-Wohnung teilen.

Die Bewohner der Außenwohngruppen haben einen sehr hohen Selbständigkeitsgrad: sie erledigen die alltäglichen Dinge des Lebens alleine, allerdings mit Assistenz. Am Morgen stehen sie alleine auf, bereiten ihr Frühstück zu und gehen alleine zur Werkstatt zum arbeiten. Am Nachmittag kommt jedoch ein Betreuer, der das Taschengeld verwaltet und auch die Medikamente verteilt. Er unterstützt die Bewohner beim Einkaufen, bei Arztbesuchen und bei der Aufgabenplanung in der Wohnung, die im Grunde funktioniert wie eine WG - mit Putz- und Müllplan. Der Betreuer berät die Bewohner auch bei der Planung der Essensvorbereitung, beim Einkauf, er hilft bzw. assistiert beim Wäsche waschen, sortieren und aufhängen.

Die meisten Bewohner einer Außenwohngruppe haben zunächst im Haus Rosenweg gewohnt und sind von dort aus in die Außenwohnung gewechselt. Dort haben sie ein vorbereitendes Wäsche-, Koch- und Selbständigkeitstraining bekommen.

Damit ein Bewohner in eine Außenwohnung wechseln kann, muss er oder sie in der Lage sein, seinen Gesundheitszustand einzuschätzen, zu telefonieren, sein Zimmer abzuschließen, seine Medikamente in der Frühe selbständig einzunehmen und er oder sie sollte im Idealfall über ein hohes Maß an Fähigkeit zur Freizeitgestaltung verfügen.

Leider nutzen viele der Bewohner in den Außenwohngruppen die Freiheiten, die sie haben, recht wenig. Sie unternehmen nur selten von sich aus etwas mit anderen Leuten. Selbständige Freizeitgestaltung muss auch erst gelernt werden.

Deswegen bekommen die Bewohner der Außenwohngruppen in ihrer Freizeit abwechslungsreiche Freizeitangebote. Sie können z.B. Kochen lernen, kreativ sein, sich mit Freunden treffen. Regelmäßig unternehmen wir interessante Tagesfahrten und jedes Jahr bieten wir mindestens eine gemeinsame Urlaubsfahrt an.