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Drei der vier Wohngruppen im Wohnheim Rosenweg haben eine interne Tagesstruktur, d.h. sie werden 24 h im Wohnheim betreut. Die Bewohner und Bewohnerinnen können aufgrund der Schwere ihrer Behinderung bzw. aus Altersgründen nicht in einer Werkstatt für Menschen mit geistiger Behinderung (WfBM) arbeiten.

Die Bewohner der vierten Wohngruppe gehen tagsüber zum Arbeiten in eine der Werkstätten für Menschen mit Behinderung, d.h. sie haben eine externe Tagesstruktur. Sie verlassen morgens etwa um 7 Uhr das Haus bzw. werden vom Fahrdienst abgeholt und kommen zwischen 15.30 und 16 Uhr wieder zurück.

Tagesablauf

Der Tag beginnt für alle mit dem Aufstehen und der täglichen Körperpflege, wobei die Bewohner die je nach Hilfebedarf nötige Unterstützung bekommen. Bei der Vorbereitung des gemeinsamen Frühstücks und auch beim nachträglichen Aufräumen helfen alle mit, so gut sie können. Auch in die alltäglichen Haushaltstätigkeiten wie Bett machen, Zimmer sauber machen, Handtücher sortieren etc. werden alle ihren Möglichkeiten entsprechend einbezogen. Struktur und Regelmäßigkeit schaffen und weitestgehend die Selbständigkeit erhalten, das ist das Ziel.

Die Bewohner und Bewohnerinnen, die tagsüber im Wohnheim bleiben, helfen bei den Vorbereitungen für das Mittagessen – Salat schnippeln und anmachen. Das Hauptessen kommt allerdings von einem Catering-Service. Doch die Bewohner entscheiden selber darüber, was es zum Essen gibt. Manch ein Gruppe liebt Milchreis, andere wollen keinen Fisch ... zum gemeinsamen Mittagessen.

Nachmittags gibt es ein Vesper, das einer gesunden Ernährungsweise entspricht. Viel Obst und Joghurt und ab und zu ein Stückchen Kuchen.

Die Bewohner und Bewohnerinnen, die eine Werkstatt besuchen, nutzen die Nachmittage für hauswirtschaftliche Tätigkeiten, wie Wäsche waschen, aufhängen, bügeln, aufräumen und putzen. Dabei erhalten sie die nötige Assistenz durch die Mitarbeiter des Hauses.

Nachmittags ist auch Zeit, um einkaufen zu gehen - Lebensmittel fürs Wochenende oder auch mal ein paar neue Anziehsachen. Jeder Bewohner hat einen festen monatlichen Satz für Kleider und ein Taschengeld, für das er sich mal eine CD, ein Spiel oder Erfrischungsgetränke kaufen kann. Oder den Eintritt ins Kino, Konzert. Aber auch die nötigen Zuzahlungen für Medikamente, so dass je nach Medikation manch einer recht wenig Taschengeld hat.

Manchmal gehen die Bewohner und Bewohnerinnen auch alle zusammen Eis essen - im Sommer. Auch wenn nicht immer alle Lust haben, mitzukommen. Und diese Entscheidung wird auch respektiert.

Auch im Haus kann man sich die Nachmittage schön gestalten. Gemeinsam Spiele spielen oder basteln. Im Sommer gibt es gemeinsames Grillen im großzügigen Innenhof.

Beliebt sind auch die "Badetage", wo die Pflegewanne mit Whirlpool einmal richtig zum Einsatz kommt – zum Entspannen und Seele baumeln lassen.

Abends wird zwischen 18 und 19.30 Uhr gemeinsam das Abendessen vorbereitet, gegessen und abgeräumt - mit der nötigen Unterstützung. Die Bewohner, die eine Werkstatt besuchen, kümmern sich selber um ihr Vesper und ihr Abendbrot.


Am Abend sitzen die Bewohnerinnen und Bewohner gerne nochmal in den großzügigen Gemeinschaftsräumen zusammen, spielen etwas oder gucken Fernsehen. Viele ziehen sich jedoch auch in ihre Zimmer zurück, um zu entspannen oder in Ruhe eine der beliebten Fernsehserien zu schauen.