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In der Villa am Palmengarten gibt es insgesamt drei Wohngruppen mit 12 bis 14 Bewohnern und Bewohnerinnen mit einer geistigen Behinderung. Jede Gruppe bewohnt eine Etage der Villa am Palmengarten - mit großer offener Küche und Essbereich und anliegendem Aufenthaltsraum. Die Küche bietet ausreichend Platz, um gemeinsam das Essen vorzubereiten und gemütlich mit allen zu essen. Die gemeinsamen Mahlzeiten, ihre Vorbereitung und das Aufräumen nachher sind sehr wichtig für die Gruppe und strukturgebend im Tagesablauf.

Die meisten Bewohner der Wohngruppen arbeiten tagsüber in einer der Werkstätten für geistig behinderte Menschen (WfbM). 14 der Bewohner besuchen vormittags die interne Tagesbetreuung im Erdgeschoss des Hauses. Sie können aus Alters- bzw. aus Krankheitsgründen nicht in der Werkstatt arbeiten.

In den Gruppen arbeiten in der Woche 4 - 5 Mitarbeiter im Schichtsystem. Am Wochenende arbeitet in jeder Gruppe jeweils ein Betreuer am Morgen und ein Betreuer am Nachmittag. Alle Bewohner werden 24 Stunden betreut. Unterstützung findet das Team auch von Praktikanten und ehrenamtlichen Helfern.

Jeder Bewohner hat einen Mitarbeiter als Bezugsbetreuer. Durch diesen intensiven Kontakt ist es möglich, auf die ganz persönlichen Wünsche, Bedürfnisse und Probleme jedes einzelnen Bewohners einzugehen.

Die Bewohner bereiten ihr Vesper und Abendessen gemeinsam mit ihren Betreuern zu und am Wochenende oder an Feiertagen auch das Frühstück. Samstagmittag kochen sie gemeinsam eine Mahlzeit nach Wunsch. Sie versorgen sich selbst mit Lebensmitteln und gehen gemeinsam mit den Betreuern 2x wöchentlich zum Einkauf.

Für die Gemeinschaft übernehmen die Bewohner abwechselnd den Küchen- und Einkaufsdienst, je nach Einteilung durch die Mitarbeiter. Für die Gruppe gibt es einen Zimmerreinigungsplan und eine Tischdiensteinteilung pro Woche.

Einige der Bewohner führen ihre Wäschepflege unter der Anleitung der Mitarbeiter selbstständig durch - sie sortieren, waschen und legen die Wäsche selber zusammen.

Im Alltag steht die Unterstützung zur Selbstbestimmung im Vordergrund. Wir möchten, dass die Bewohner lernen, ihre Entscheidungen eigenständig zu treffen, damit sie mit Freude ihr eigenes Leben gestalten können.

Dazu gehört auch die Wahl der Zimmereinrichtung, der Wandfarbe und natürlich der eigenen Kleidung. Denn es ist normal, verschieden zu sein.